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TU Berlin

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Titel | Titel

Präferenzen der Badegewässernutzung – Online-Umfrage zur Wertschätzung des Badens in Berlin und Brandenburg

 

Förderung | Funding

Eigenprojekt

Mit Unterstützung des Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) Berlin, der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Berlin, dem Brandenburger Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV), sowie den Berliner Bäder Betrieben.

 

Laufzeit | Duration

2007 - 2008

 

Projektteam | Project Team

Prof. Dr. Volkmar Hartje

Alexandra Dehnhardt

Dr. Jürgen Meyerhoff

 

Zusammenfassung | Summary

Die Badenutzung an den zahlreichen Seen in Berlin und Brandenburg ist eine beliebte Form der Erholung. In der Landschafts- und Erholungsplanung spielt sie allerdings eine untergeordnete Rolle, die Kenntnisse über die Badenutzung und die Präferenzen der Badenden sind darüber hinaus relativ gering.

Mit Hilfe einer Internet-basierten Befragung während der Badesaison 2007 sollten daher die Präferenzen Badender für bestimmte Badestellenattribute ermittelt werden. Ziel der Befragung war einerseits die Identifikation der aus Sicht der Badenden wichtigsten Charakteristika und Ausstattungsmerkmale einer Badestelle  und andererseits die Ermittlung der monetären Wertschätzung, d.h. der Zahlungsbereitschaft für bestimmte Ausstattungsmerkmale, wie z.B. die Badegewässerqualität, Sauberkeit des Strandes, Vorhandensein von Rettungsschwimmern etc.

Erste Ergebnisse der Onlineumfrage liegen nun vor. Trotz des eher nassen und kühlen Sommers war die Resonanz auf die Umfrage, die knapp zwei Monate im Internet zu erreichen war, groß. Über 2.000 Personen haben die Eingangsseite der Umfrage aufgesucht und 948 haben den Fragebogen vollständig beantwortet. Die Antworten zeigen, dass die Berliner und Brandenburger sehr badefreudig sind und die zahlreichen Badestellen an Seen und Flüssen in Berlin und Umgebung gerne zur Erholung nutzen. Mehr als 80 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (n = 789) waren vor dem Interview schon Baden. Über ein Drittel der Befragten gab an, dass sie während einer Badesaison mindestens einmal pro Woche oder häufiger baden gehen, während rund 60 Prozent (n = 568) mindestens 2- bis 3-mal im Monat Baden gehen (siehe Grafik 1).

Grafik 1

 

Die größte Gruppe an Teilnehmern war vor dem Interview zuletzt im Schlachtensee (n = 88) baden. Mit einigem Abstand lag an zweiter Stelle der Nennungen die Krumme Lanke (n = 45). Danach folgten mit etwa gleicher Anzahl an Nennungen der Liepnitzsee (n = 38) im Landkreis Barnim und das Strandbad Wannsee (n = 37). Diese Dominanz der innerstädtischen Badestellen im Südwesten Berlins legt die Vermutung nahe, dass die von den Interviewten am häufigsten genutzten Badstellen nicht unbedingt ‚Geheimtipps’ darstellen. Vielmehr wird deutlich, welche Bedeutung die Badestellen für die Naherholung in einem städtischen Ballungsraum wie Berlin haben. So gab auch über die Hälfte der Personen an, sich weniger als vier Stunden an einer Badestelle aufzuhalten. Viele Berliner und Brandenburger scheinen die Badestellen somit eher für eine kurze Erfrischung zu nutzen denn für lange Aufenthalte „am Strand“.

 

Die Umfrage sollte auch zeigen, welche Qualität und Ausstattung den Badenden wichtig ist und ob sie bereit wären, für Verbesserungen der Badestellen einen eigenen finanziellen Beitrag zu leisten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Sauberkeit der Badestelle und die Badegewässerqualität für den Großteil der Teilnehmer die wichtigsten Anforderungen an Badestellen sind (siehe Grafik 2). Entsprechend nutzen auch zwei Drittel aller Befragten die Veröffentlichungen zur Gewässerqualität im Internet, ein Viertel informiert sich sogar regelmäßig über dieses Medium.

Grafik 2

 

Dagegen werden überfüllte Badestellen und Hunde an der Badestelle von einer großen Gruppe der Teilnehmer als sehr störend empfunden (siehe Grafik 3). Dass Hunde an Badestellen bzw. das Verhalten einiger Hundebesitzer zu Konflikten führt und zu einer Einschränkung der Aufenthaltsqualität an den Badestellen führt, belegen auch die zahlreichen Kommentare, die von den Teilnehmern am Ende der Umfrage gemacht werden konnten. Aus den Kommentaren lässt sich darüber hinaus ableiten, dass etliche Teilnehmer die Anzahl der Badestellen mit FKK-Erlaubnis als zu gering empfinden.

Grafik 3

 

Ferner zeigen die ersten Auswertungen, dass knapp die Hälfte der Befragten (rund 45 Prozent) bereit ist, für eine bessere Qualität von Badestellen einen (zusätzlichen) Beitrag zu zahlen. Eine detaillierte Auswertung der Interviews erfolgt im nun beginnenden Semester im Rahmen eines Studienprojektes. Sie soll unter anderem zeigen, welche Verbesserungen sich diejenigen Berliner und Brandenburger wünschen, die dafür einen finanziellen Beitrag zahlen würden. Die Ergebnisse werden zum Ende des Wintersemesters im Februar 2008 auf einer Veranstaltung an der TU Berlin vorgestellt.

Danken möchten wir dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo), der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz (SenGUV), den Berliner Bäderbetrieben (BBB), sowie dem Brandenburger Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV), die uns bei der Umfrage unterstützt haben. Und wir möchten noch einmal allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für Ihre Bereitschaft zur Teilnahme an der Umfrage danken.

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